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Dieses Thema hat 2 Antworten
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 Der Bote Cytrais
Areban Offline




Beiträge: 1.020

07.07.2008 19:01
RE: Sakrileg! 7.Eliansmond 508NDE Antworten

[Fremdländischer Primus predigt vor cytraischen Bürgern!
7.Eliansmond 508 NDE]


[Cetirest]

Lang und ausführlich haben sowohl Klerus als auch Adel darüber konferiert ob ein Fremdländer, Primus der königlichen Garde werden darf. Gegen alle Wiederstände und getäuscht von den glatten Worten des Primus des XIX. Hauses, Areban von Midburg, Herr zu neu Midburg, berief ihn der König in die Reihen der Nova Unitas.

Doch alle Gastfreundschaft und Ehren, mit denen der König, Elian XIII den Fremdländer überhäufte, wurden von ihm mit Füßen getreten.

Ohne von dem Hohen Konzil der Hohenpriester dazu berechtigt worden zu sein, sprach und deutete er die Worte Elos und las aus den heiligen Schriften.
Er tat es nicht für sich, nein, ein solches Verhalten hätte von Respekt gezeugt, von Achtung vor der heiligen und allein wahren Kirche des Elos. Dieser Ritter maßte sich an vor Bürgern des Reiches die heiligen Worte zu deuten und zu interpretieren!

Empfindlichen Lesern wird nun geraten die weitere Lektüre dieses Artikels einzustellen. Sollte dieser Bericht von einem Schriftkundigen dem einfachen Volk vorgetragen werden, so bitten die Autoren dieses Artikels hier nicht ohne Zustimmung des Publikums weiter vorzulesen.

Unvorstellbar scheint es das einem Fremdländer, nicht der Kirche des Elos, sondern in fremden, ketzerischen Tempeln einem anderen Götzen versprochen, den Rang und die Ehren eines Edlen des Reiches zugesprochen werden. Um die Seelen und das Gemüt der braven Bürger Cytrais nicht zu erschüttern verweigerten wir, die Schreiber des Boten, bisher alle schmutzigen Details über das Leben des "Herrn" von Midburg zu veröffentlichen.

Geboren in einem fremden Land, unter einem fremden König, wurden schon seine Eltern in die Verbannung geschickt. Ja, sie verrieten ihren Heidenkönig!
Doch selbst dieser Heide mit Krone war gnädig genug, dem Sohn des verderbten Ehepaares eine Gelegenheit zu geben. In seiner Garde lernte er und erhielt seinen Ritterschlag vom Heidenkönig um ihn nur kurz darauf wieder zu verraten und klammheimlich das Land zu verlassen. Wir haben uns in der Heimat des Herrn von Midburg umgehört, er verletzte auf seiner Flucht aus dem Reiche einen jungen Rekruten so schwer, das er es nicht überlebte!

Lange reiste der Verräter durch die Lande, bis er schließlich unsere stolzen Ufer erreichte und sofort damit begann sich bei unserem weisen König einzuschmeicheln. Wie erfolgreich er damit war sehen wir daran, das er nicht nur ein reiches Lehen, mit Weingründen und Feldern zugesprochen bekam, sondern ihm auch ein Haus der Königsgarde, der Nova Unitas unterstellt wurde.

Doch selbst dies war ihm nicht genug, wieder verriet er die Hand die ihn fütterte. Er begann die Seelen seiner ihm untergebenen Soldaten zu verderben, mit Ketzerei und willkürlicher Deutung der Worte Elos. Niemandem dem Achtung vor der heiligen Kirche und vor dem König innewohnt, würde so sehr die von Elos gegebenen Regeln brechen.

Erzpriester Celton äußerte sich in seiner Sonntagspredigt folgendermaßen: Schlimm genug wäre es, wenn wir, der Klerus, in die Burgen und Schlösser des Adels eindringen würden um diese zu verwalten. Dieses Recht gab Elos an den Adel, das Recht zu predigen jedoch gab er allein uns. Das Land dem König, die Seelen jedoch dem Klerus. Es steht schon in der Schöpfungsgeschichte geschrieben das der himmlische Herrscher am zweiten Tag die Vorfahren der Prediger schuf, aus diesem Grunde soll auch jeder Zweitgeborene dem Klerus geschenkt werden. Ihnen allein gab er das Recht zu Predigen!
Wie schlimm wäre es erst wenn wir Priester die Burgen fremdländischer Adelshäuser besetzten und verwalten würden, um ihre Gesetzte zu deuten und ihre Bräuche mit Füßen zu treten?


Der Herr von Midburg wurde inhaftiert bis eine offizielle Anhörung einberufen wird.
Bis zu diesem Tage mag Camryn von Eichenhayn das XIX Haus führen, auf das alle Bürgern hoffen können. Denn wie finster wäre eine Welt, wenn nur in unserem Land Gerechtigkeit, Gnade und Glaube herrschen würde.

Alle Sorge hat ein Ende, wenn wir einen festen Entschluß gefaßt haben.
Marcus Tullis Cicero 106-43 v.Chr.

Areban Offline




Beiträge: 1.020

29.08.2008 23:16
#2 RE: Sakrileg! 7.Eliansmond 508NDE Antworten

[Prozess gegen fremdländischen Primus beginnt! 29.Angarismond 508]

[Cetirest]

Am gestrigen Tage, zur Mittagsstunde des 28.Angarismond, kam das, unter dem Hohenpriester Menis von Tesara tagende, Konzil zusammen, um über das Schicksal des Primus Areban von Midburg zu befinden. Auf ausdrücklichen Wunsch des Königs, dessen eigeschworener Lehensmann auf der Anklagebank saß(auch wenn Gerüchte besagen das dieser nicht den gesammten Eid leistete), fand dieses Konzil öffentlich statt. Erzpriester Celton wiedersprach dem Wunsch des Königs nicht, obwohl dies das erste öffentliche Konzil seit zweihundert Jahren war. Der Erleuchtete begründete jedoch seine Zustimmung zu einem öffentlichen Konzil:

Wehe dem Tag an dem ein Mann von Stand, sei er in unserem heiligen Land geboren oder an fremden Küsten in Elos Licht getreten, ohne von dem Volk gehört zu werden gerichtet wird. Dieser Ritter wurde eindringlich dazu befragt ob er in Eraks Diensten steht oder mit den Verlorenen paktierte aber weder die Sucher noch unsere besten Befrager konnten ihm eine Schuld nachweisen. So soll er gehört werden auf das ihm Recht gesprochen wird.

Der Hohepriester Menis von Tesara, welcher auch als oberster Konzilvater fungierte, begann seine Rede mit folgenden Worten:

Areban von Midburg, euch wird folgendes zur Last gelegt, ihr sollt gepredigt haben, obwohl weder euer Stand, noch eure Herkunft euch das Recht zu predigen gaben. Folgend werdet ihr angeklagt die Worte Elos nach euren Gedanken ausgelegt und weitergegeben zu haben. Auch wenn eure Befragungen ergeben haben das ihr weder mit Erak noch mit den Verlorenen im Bunde steht, sind dies schwere Vorwürfe!
Möchtet ihr euch selbst verteidigen oder benennt ihr einen Verteidiger.


Trotz einiger Wunden welche wohl von der eindringlichen Befragung herrührten ließ der Beklagte seine Stimme klar vernehmen:

Vieleicht bin ich Schuldig Elos Wort vor Elos Kindern zu lesen, vieleicht bin ich Schuldig das ich mir Gedanken über die heilige Schrift machte, doch wenn die liebe zu Elos eine Schuld ist, so bin ich schuldig.

Den Lesern möchte hier gesagt sein, dass nach diesen Worten ein abfälliges Raunen durch den Saal ging.

Doch gewiss bin ich keiner Lästerung des Gottes den ich mehr als alles andere Verehre schuldig, wenn ich handelte, dann in seinem Namen, wenn ich sprach, dann nach seinen Worten und wenn ich fehl ging, dann nach den Sünden die er für uns Menschen bestimmte.

Mag Hochmut meine Sünde sein, so will ich diese Schuld büßen.

Mag Selbstsucht meine Sünde sein, dann mögen jene aufstehen denen ich verweigerte mit Leib und Leben für ihr Wohl einzustehen.

Mag Feigheit meine Sünde sein, dann soll der über mich Recht sprechen, der mich hat feige fliehen sehen.

Sollte mich niemand dieser Sünden bezichtigen können, sollen jene sprechen, vor denen ich gepredigt habe. Diese Sünde, sollte es eine Sünde sein Elos Worte zu verbreiten, gestehe ich. Aber auch ihr werde ich abschwören wenn ich statt Worten Taten folgen lassen kann. Niemals mehr werde ich predigen wenn ich statt dessen die Feinde des Glaubens in Elos Namen vernichten, die Zweifler bekehren und die Ketzer richten kann. Das ist meine Verteidigung, die Einzige die ich brauche und wünsche. Lasst jene Sprechen gegen die ich mich nach eurem Sinne versündigt habe!

Es mag sein das ich nicht unter dem wahren Glauben geboren wurde, aber mein Glaube an Elos und an das Licht ist Teil meiner Menschlichkeit, vom himmlischen Herrscher gegeben. Wie ich bereits sagte, lasst jene sprechen vor denen ich predigte, dann urteilt über mich


Der Hohepriester Menis von Tesara gab der Bitte des Primus statt und so entscheidet sein Haus über das Leben des Fremdländers

[ Editiert von Administrator Areban am 26.04.09 22:38 ]

Alle Sorge hat ein Ende, wenn wir einen festen Entschluß gefaßt haben.
Marcus Tullis Cicero 106-43 v.Chr.

Areban Offline




Beiträge: 1.020

29.04.2009 20:31
#3 RE: Sakrileg! 7.Eliansmond 508NDE Antworten

Skandal! Fremdländischer Primus schon seit längerem auf freien Füßen! 29.Lichtleithe 509 NDE

[Miral]

Wohlwollende Leser des Boten haben heute berichtet das der fremdländische Primus, Areban von Midburg, heute gesehen wurde, wie er ein Schiff verließ. Er schien wohlauf zu sein und trug alle Insignien eines Primus der Nova Unitas.

Wieso wurde nie ein Urteil bekannt und warum durfte dieser Laienprediger das Land verlassen, offensichtlich sogar mit Bewaffneten aus seinem eigenen Hause?

Wir versprechen diesem Nachzugehen.

Alle Sorge hat ein Ende, wenn wir einen festen Entschluß gefaßt haben.
Marcus Tullis Cicero 106-43 v.Chr.

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